Sunday, 30. July 2006
Es ist gepackt! Geschrieben von Stefan Misch
in Berlin, England um
19:59Kommentare (0) Trackbacks (0) Es ist gepackt!
Morgen früh um 9 müssen wir aus meinem Zimmer raussein. Keine Ahnung, wer sich so eine depperte Zeit hat einfallen lassen.
Nun ja, gepackt ist jedenfalls alles. Auch die Bücher, die wir noch gekauft haben. Aber da konnte ich einfach nicht vorbei. "War an Peace" von Tolstoi kostete nur 1,50 Pfund! :o Aber es ist schon erstaunlich, wieviel in so einen Koffer reinpasst.... und wie schwer so ein kleiner Koffer werden kann. Morgen hat Berlin mich wieder Auf Wiedersehen Reading. Tuesday, 25. July 2006
eiferbibsch, es funktioniert!!! :) Geschrieben von Stefan Misch
in Computerzeugs, England um
00:57Kommentar (1) Trackbacks (0) eiferbibsch, es funktioniert!!! :)
Heureka,
das Programm, von dem ich neulich geschrieben habe, ... es funktioniert endlich!!! Jippieh! Wenn man echt tagelang hintereinander weg an so nem Problem sitzt und das nicht gebacken kriegt, verzweifelt man langsam. Aber das ist nun vorbei! Doch worum ging's eigentlich: Es ging um Wärmeverteilung und deren Vorausberechnung. D.h. eine Matrix ist gegeben, und man berechnet jetzt für jedes Element den Durchschnitt zusammen mit dem Element darüber, darunter, links und rechts. Klingt soweit nicht kompliziert, ist es auch nicht. Der Haken an der Sache war nämlich, dass es so eine Matrix natürlich auch sehr groß sein kann und man deshalb mehrere Rechner gleichzeitig an so eine Matrix setzt ... und da gehen die Probleme los. Wenn die Rechner nicht richtig miteinander reden, geht gar nix mehr. Dann warten alle gegenseitig aufeinander und man guckt gottseidank nicht mehr in die Röhre, aber auf den TFT-Monitor und weiß nicht was los ist. Im einfachsten Fall schmiert das Programm einfach ab. Da kann man wenigstens noch schauen, bis wohin es läuft. Aber wenn einfach gar nix mehr geht, ist viel probieren und Nachvollziehen angesagt. Doch genug der Theorie - damit das ganze verständlich wird, habe ich das einfach mal visualisiert. Alles was grün ist, ist kalt und alles was rot ist, ist warm. Beachtet bitte, dass die oberste und linkeste Pixelreihe jeweils rot ist. In der Aufgabenstellung wurde gesagt, dass die äußeren Reihen konstant bleiben sollen. D.h. die roten Punkte oben und links sind quasi eine Heizung und rechts und unten eine Klimaanlage und siehe da, nach einhundert Durchläufen ist er schon ziemlich zermanscht. Nach 1000 kann man ihn schon nur noch als Fleck wahrnehmen: Nach 5000 Durchläufen ist es der Fleck nur noch eine waage Erinnerung: Irgendwann konvergiert das Ganze dann zu einem schönen Farbverlauf von rot nach grün, aber das dauert noch eine Weile. Die Bilder sind übrigens sehr einfach zu erstellen gewesen. Dank des XPM-Bildformates haben rund 20 Zeilen C-Code ausgereicht, um aus einer 2D-Float-Matrix solche Bilder hinzubekommen. Problematischer wurde es dann schon, diese Bilder in ein Webformat zu bringen, denn ImageMagick, scheint das v2 Format nicht zu mögen. So musste ich es erst mit einem GIMP Script in die PNGs umwandeln. Dann habe ich mit ImageMagick noch eine GIF-Animation erstellt. Zur Zeit ist diese jedoch 155MB groß, weil die Frames unkomprimiert sind. Eigentlich sollte sich die Animation sehr gut komprimieren lassen, aber mit meinem Notebook bin ich hier aber endgütlig an die Leistungsgrenzen von 256MB Ram gekommen. Es hat schon bei meinem GIMP-Script Ewigkeiten gebraucht. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass mein Script Grütze ist. Die LISP-ähnliche Scriptprache war mir dann zu hoch. Ich war froh, dass ich einen single file converter hinbekommen hab. Mit einem Bashscript, dass dann für jedes der 10000 Bilder GIMP aufruft... naja, ihr könnt Euch denken, dass das Ewigkeiten dauert. Ich glaube, man kann das auch noch ohne GIMP hinkriegen. Mit den XPM-Tools kann man evtl. meine Bilder in XPM v3 verwandeln, die ImageMagick mit weitaus weniger Resourcenverbrauch sofort in ein animiertes GIF packen kann. Marko... Du bist wahrscheinlich der einzige, der bis hierhin weiter gelesen hast Kleines Update: Es gibt mittlerweile auch ein Video, dass Ihr Saturday, 22. July 2006
Schon fast wieder vorbei Geschrieben von Stefan Misch
in England um
18:07Kommentare (0) Trackbacks (0) Schon fast wieder vorbei
Nur noch wenige Tage und ich fahre wieder nach Deutschland zurück. Ein bisschen wehmütig werde ich da schon, aber andererseits freue ich mich schon wie ein kleines Kind auf mein geliebtes Berlin.
Es wird wohl schon ein bisschen dauern, bis ich mich wieder an Deutschland gewöhnt habe. Gerade was so die Einkaufsangewohnheiten angeht - obwohl ich gehört habe, dass sich da in Berlin/Brandenburg wohl was tun soll mit dem Ladenschlussgesetz. Aber ich werde wohl die freundlichen ... und sehr geduldigen (d.h. langsamen Gestern habe ich übrigens endlich hoffentlich wirklich meine allerletzte Klausur geschrieben ... und wer hätte es gedacht? Ich musste ein paar Funktionen integrieren. Zum Glück haben wir das vorher nochmal geübt. Man rostet da so schnell ein... :o Jetzt sind es nur noch 3 Assignments, die ich zu beenden habe, aber dafür habe ich zumindest bis 15. August Zeit, auch wenn ich sie noch diese Woche fertig kriegen will. Aber mit PVM und MPI habe ich Probleme. Die ganze Woche habe ich an den Programmen gesessen und trotzdem laufen sie immer in ein Deadlock. Programme, die auf mehreren Rechnern gleichzeitig laufen sollen, sind wirklich ein Graus. Aber das wird schon, es muss einfach werden. ciao Euer Misel Thursday, 20. July 2006Paketversand
Da man in einem Flugzeug nur begrenzt Gepäck mitnehmen kann, habe ich ein großes Paket von meiner Freunding und meinen Eltern nachgeschickt bekommen. Unter anderem waren da meine E-Gitarre drin und jede Menge Klamotten.
Dieses Paket musste nun wieder zurück. Was sich aber als gar nicht so einfach herausgestellt hat. Es gibt in Reading in der London Street einen kleinen Laden, der sich darauf spezialisiert hat für Studenten Pakete nach Hause zu schicken. Also bin ich da hin, nur um festzustellen, dass es nur ein "Fed Ex in disguise" ist und knapp 80 Pfund für den Versand haben will. Das war mir allerdings zu viel, also beschloss ich weiter zu schauen. Eine Poststelle lag auf dem Rückweg, also habe ich da angefragt. Die Royal Mail selbst versendet nur Briefe, allerdings arbeitet sie mit Parcel Force zusammen. Die verschicken ein Paket mit den von mir angegebenen Maßen für rund 46 Pfund. Das ist auch in etwa womit ich gerechnet habe, denn die grobe Umrechnung lautet: In England stehen die gleichen Zahlen auf den Preisschildern. Nur die Währung ist anders. Da der Versand nach England 50 Euro kostete, also kein Problem. Nun stellte sich mir nur noch die Frage, wie ich ein 18kg schweres Paket quer durch Reading bekomme. Leider wusste ich nicht mal genau wohin, denn die Poststelle selbst nahm leider keine Pakete entgegen. Ich entschloss mich also ein Taxi zu nehmen. Die wissen hoffentlich, wo das ist. Leider falsch gedacht und so begann die Irrfahrt. Wir sind lange in dem Gewerbegebiet rumgefahren und die "Rose Killn Lane" hoch und runter aber von einem Parcel Force war weit und breit nichts zu sehen. Zum Glück war der Taxifahrer sehr nett und ich konnte mich gut mit ihm unterhalten. Er war wohl ein Inder oder Pakistani, wie es hier viele gibt. Nach 10 Minuten meinte er dann, dass in der Nähe ein DHL sei. Da das Paket auch mit der DHL für 50 Euro nach Reading kam, dachte ich mir, na okay, die werden schon nicht so teuer sein. Also auf zu DHL. Ich habe mein Paket reingewuchtet. Der Bearbeiter nahm die Maße und Gewicht (17,5kg) und sagte dann: "So... that would be 155 pounds, please." Ja, EINHUNDERT-FÜNF-UND-FÜNFZIG Pfund. Ich frage mich, wie die es schaffen, überhaupt Pakete verschicken. Also habe ich das Paket wieder mitgenommen und über die Taxizentrale hat der Fahrer dann doch noch Parcel Force gefunden. Die Straße ging noch viel weiter, als wir sehen konnten, und natürlich war Parcel Force genau an diesem Ende der Straße. Insgesamt ging das Paket dann für 46,50 Pfund Versand und 15 Pfund Taxifahrt nach Deutschland zurück. Alles in allem immer noch billiger als Fed Ex und auch als UPS, die ein bisschen mehr als Fed Ex hätten haben wollen, wie ich später auf deren Webseite herausfand. Aber kommen wir noch mal zurück zu den 155 Pfund. Das sind rund 225 Euro. Für dieses Geld hätte ich gut und gerne einen Flug nach Deutschland und zurück nehmen können, um mein Paket persönlich bei mir zu Hause abzustellen. Ich hätte auch einfach eine neue E-Gitarre dafür kaufen können. Wie können die mit solchen Preisen Geld verdienen? Ich habe den Bearbeiter völlig fassungslos nochmal gefragt, ob es wirklich so viel sei und dass das ja vollkommen überteuert wäre. Aber statt mir eine billigere Option anzubieten verwies er nur auf seinen Preiskatalog. In dem Preis waren sogar 20 Pfund Kerosin enthalten. ... Die spinnen die Briten. Sunday, 16. July 2006
Coca-Cola Light und Mentos Geschrieben von Stefan Misch
in Allgemeines Zeugs, England um
00:37Kommentare (0) Trackbacks (0) Coca-Cola Light und Mentos
Am 14.07. haben Matti, Jan und ich endlich den Mentos+Diet Coke Trick nachgemacht. Matti wollte einfach nicht glauben, dass diese zwei Zutaten ausreichen. Und so haben wir uns dran gemacht. Dazu hatten wir 2 Flaschen Cola und 2 Packungen Mentos (à 14 Dragées) gekauft und sind auf eine einsame Lichtung gegangen.
Beim ersten Versuch haben wir eine einfache Fontäne gebastelt. So zu sehen in den Videos. Beim zweiten Versuch, wollten wir die Mentos reinkippen und schnell zu schließen. In der Hoffnung, dass die Flasche dann explodiert, und oder man sie als Rakete nutzen kann. Leider hat Matti die Flasche nicht schnell genug zu bekommen. Das war eine ganz schöne Sauerei Dummerweise hat natürlich ausgerechnet das meine Kamera nicht aufgenommen und bei Jans Kamera waren die Batterien alle. :-/ Summa summarum: Ein schöner Spaß, aber um da was rauszuholen muss man schon ziemlich experimentieren. Die Bilder gibbet in meinem Fotoalbum. Tuesday, 4. July 2006Ich lebe noch
Hallo liebe Mitlesenden,
entschuldigt, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Es ist sehr schwierig immer wieder die Zeit zu finden alles hier festzuhalten. Ich wollte ja nach jeder Woche was zu den Fächern schreiben. Nun stelle ich gerade fest, dass ich das nur beim ersten gemacht habe. Aber gut, dann wollen wir mal: Parallel Algorithms Der theoretische Teil zum parallelen Programmieren. Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Kurs. Leider funktionieren seine Beispiele im Kurs besser, als die Aufgaben, die wir zu lösen haben. Bei ihm ging alles locker flockig von der Hand. Bei uns gibt es selbst bei kleinen Dingen schon einen Widerspruch. Web Services Der Dozent war ein richtiger Chaot. Ständig sprang er im Thema hin- und her. Er wirkte sehr nervös und irgendwie tat er mir leid. Wirklich Neues habe ich bei ihm aber nicht gelernt. Dazu habe ich vorher schon viel zu viel mit der Materie gemacht. Allerdings habe ich mir dafür etwas anspruchsvolleres für das Assignment ausgesucht und eine Firefox-Extension geschrieben. Digital Image Processing Entgegen der Warnung einer speziellen hier mitlesenden Person ( :p ) war dieser Kurs überhaupt nicht von Mathematik geprägt. Zwar gab es kurs die Ansätze zur Fouriertransformation und zu Wavelets, etc. aber mit Signalübertragung hatte das insgesamt nicht viel zu tun. Vielmehr ging es um die Grundlagen, wie Sampling, Quantising, Discretisation von Bildern, bzw. Videos. Behandelt wurden auch die Unterschiedlichen Codecs und Kompressionsverfahren. Wireless LANs Hier hatten wir es mit dem Oberhaupt der School of System Engineering zu tun. Und daher hieß es immer pünktlich antreten und immer zuhören und artig sein. PVM/MPI Das ist der praktische Teil zu Parallel Algorithms. Die Vorlesung selbst war nicht sehr intensiv. Eigentlich ging es die ganze Zeit nur im die Top10 der derzeit schnellsten Computersysteme der Welt. Der Dozent hat laut eigener Aussage auch schon mal ein Programm auf BlueGene/L ausgeführt *neid*. Hauptsächlich war es eine Funktionsvorstellung der beiden Bibliotheken. Noten gibt es für zwei Programme, die jeweils mit PVM und MPI umgesetzt werden müssen. Als zusätzlichen Schwierigkeitsgrad werde ich das ganze in FORTRAN statt in C machen. Nachdem uns unser Professor ein paar Statistiken zur Performance von Programmen in C und FORTRAN gezeigt hat, dachte ich mir, dass ich das mal probieren müsse. Für "exotische" Programmiersprachen hatte ich schon immer was übrig. Und bevor Fragen kommen, wer denkt, dass C low-level sei .... buahahahahaha ... hust sorry Stochastic Methods Die letzte aller meiner Vorlesungen sollte auch die komplizierteste sein. Es geht bei diesem Fach darum, Algorithmen zu erstellen, bzw. nutzen, die Probleme mit Hilfe von Zufallszahlen lösen. Klingt kompliziert, isses auch. Nach der zweiten Vorlesung hatten wir eine Nachmittagssitzung mit Rechnen und da haben wir dann auch kapiert, was los ist. Aber die ganze Vorlesung über saßen Mathias, Björn und ich nur da und haben noch weniger als Bahnhof verstanden. Ehrlich, so schlimm, war das noch nie, da ging NIX! Umso mehr hat es mich erstaunt, als ich dann doch mal einen Einwurf brachte, wie man effektiv aus einem Zufallszahlengenerator von 0 bis 1, eine diskrete Zufallszahl n ermitteln konnte, ohne dass man das Intervall [0,1) mit "if"s durchhecheln musste, oder gar eine Binarysearch anstellen musste. Angespornt durch seine Freude habe ich dann gleich noch den Algorithmus so erweitert, dass die diskreten Zufallszahlen nicht mal eine gleichmäßige Wahrscheinlichkeit haben müssen. Der Professor meinte dann, dass das diese Lösung wohl bekannt sei, aber sie noch niemand umgesetzt habe. Warum auch immer... Eventuell kann ich das nutzen, um keine Klausur in diesem Fach schreiben zu müssen. Mal schauen, was draus wird. Die Vorlesungen sind jetzt vorbei. Aber es gibt noch viel zu tun. Das Wetter ist aber zur Zeit unschlagbar schön. Natürlich gibt es bei uns auch WM, aber dazu später mehr. Monday, 5. June 2006
0 Punkte in Systemprogrammierung Geschrieben von Stefan Misch
in England um
03:48Kommentare (2) Trackbacks (0) 0 Punkte in Systemprogrammierung
Gestern abend war ich echt mies drauf.
Matthias hat groß verkündet, dass wir endlich eine weitere Note haben: In Advanced Operating Systems & Programming in Unix. Nun hatte ich schon von Matti und Gregor gehört, dass sie (unglaubliche) 100% bekommen hatten und schaute nun bei mir rein. Da stand aber alles andere als eine gute Note:
Das saß. Da muss einfach ein Fehler unterlaufen sein. Ich habe mit Muna zu keiner Zeit zusammen gearbeitet. Wir haben ja nicht mal über das Projekt geredet. Außerdem habe ich die von uns hochgeladenen Dateien noch einmal sporadisch überprüft und konnte keine Ähnlichkeiten feststellen. Muna meinte ja sogar, dass sein Programm nicht mal lief. Wir haben dem Dozenten nun jedenfalls jeweils eine Mail geschrieben mit der Bitte um Klärung. Weiter kann ich jetzt erstmal nix machen, aber dass das ausgerechnet in dem Fach passieren muss ist doch doof. Das war mein Lieblingsfach bisher und es hat echt Spaß gemacht den FTP-Server in C zu programmieren - auch wenn es bisweilen sehr frustrierend war. grmbl Update: Dear Stefan, nu hab ich auch 100% Sunday, 4. June 2006
ich bin nicht der einzige Blogger Geschrieben von Stefan Misch
in England um
17:21Kommentare (0) Trackbacks (0) ich bin nicht der einzige Blogger
Mein Kommilitone Jan (mit laaaaangem a
Schaut trotzdem mal rein, er kann das sehr gut Jan-Liebenau.de Wednesday, 24. May 2006Stress
Na toll, da habe ich die Hälfte meiner 13-teiligen Hausarbeit für "Linear Algebra" fertig und nun ist die Datei Schrott. Es steht nur noch Grütze drin. Dabei waren die letzten Wochen schon so richtig doll stressig, weil letzten Freitag noch für Network Computing jede Menge (in meinen Augen nicht notwendiges
Die Vorlesungen in den letzten zwei Wochen waren richtig gut. Linear Algebra war zwar zum Teil Wiederholung für mich aber doch notwendig wie ich festgestellt habe. Außerdem haben wir die Mathematik mal aus der Computersicht betrachtet. Es ging wirklich darum, wie man effektiv Gleichungssysteme löst. Hehe, ich stelle gerade fest, dass ich das schon mal geschrieben habe. Deshalb gleich weiter zu Parallel Algorithms: Ein cooles Fach und ein cooler Dozent - Graham Megson. Das war eine Vorlesung, die wirklich Spaß gemacht hat, auch wenn sie recht anstrengend war. Dumm ist auch, dass seine Beispiele immer sehr schön aufgingen. Bei den Aufgaben, die wir lösen müssen, geht das nicht. Aber das kriegen wir schon hin. Nächste Woche ist zum Glück erstmal "frei". Was heißt, dass ich mehr Zeit damit verbringen werde, die Hausarbeiten fertig zu kriegen. Zur Zeit habe ich Web Services, was zum Glück nicht so intensiv ist. Außerdem ist der Dozent ein ganz schöner Chaot. Total nervös und springt von einem Punkt zum nächsten. One step forward, two steps back Ich freue mich schon auf Karate heute abend - das erste Mal seit Wochen wieder. Und morgen fliege ich dann nach Berlin. Dort will ich dann unbedingt klären, was nun mit meinem Master wird. Drückt mir die Daumen. Stefan Friday, 12. May 2006
Hätte es Lord Sandwhich nicht ... Geschrieben von Stefan Misch
in England um
21:05Kommentare (0) Trackbacks (0) Hätte es Lord Sandwhich nicht gegeben, hießen Sandwhiches jetzt Mischbrot
... denn ich hätte sie erfunden.
Mich wundert nur, dass es ausgerechnet ein Lord war und kein armer Student, der solch leckere aber doch billige Köstlichkeiten erfunden hat. Aber eben hatte ich wieder einen leckeren Sandwhich (von unten nach oben):
hmmmmm, lecker Da kann ich auch verstehen, weshalb Douglas Adams im letzten Band des "Hitchhiker's guide to the Galaxy" so ausführlich dokumentiert, wie Arthur der sandwhich maker des Dorfes wird. Überhaupt wird mir hier so einiges klarer in Bezug auf die einzige 5teilige Trilogie in 4 Bänden. Für die Unwissenden: Der "Hitchhiker's guide to the Galaxy" (H2G2) im Deutschen Per Anhalter durch die Galaxis ist ein Hörspiel/Buch/Computerspiel/Theaterstück/Film, indem ein armer "harmloser" In H2G2 gibt es jedenfalls Türen und Fahrstühle mit künstlicher Intelligenz, denen das Bedürfnis einprogrammiert wurde, Menschen - und natürlich auch anderen Humanoiden - zu helfen. Das heißt, sie waren immer super glücklich, wenn sie sich öffnen oder jemanden in ein anderes Stockwerk befördern durften. Ich habe mich immer gefragt, woher Douglas Adams diese Idee hat. Seit ich in Luton das erste Mal gelandet bin wusste ich es. In den UK wird in so ziemlich jedem öffentlichen Fahrstuhl angesagt, dass sie die Türen schließen und öffnen. Bei der Berliner S-Bahn gibbet sowas mittlerweile auch. Allerdings sind deren Stimmen bei weitem nicht so überschwenglich. Der Lutoner Fahrstuhl sagt bei jedem mal "Doors opening" und "Doors closing" als wäre er ein kleines Kind, dass am liebsten den ganzen Tag nur Fahrstuhl fährt. Friday, 12. May 2006Linear Algebra 1
Meine erste Woche an Mathevorlesungen in England sind vorbei und es war sogar eine angenehme Woche. Prof. Ivan Dimov ist ein total lieber Mensch und es hat einem doch irgendwie leid getan, wenn man morgens mal wieder den Schweinehund nicht überwinden konnte und ein paar Minuten zu spät kam.
Vom Stoff her war es auch interessant. Es ging zwar hauptsächlich darum, wie man Gleichungssysteme löst. Aber diesmal wirklich aus Sicht des Computers. Wie verringert man Fehler, wenn man mit Floats oder Doubles rechnen muss, wie ermittelt man, welche iterative Methode die schnellste ist, etc. Außerdem waren wir sehr überrascht zu sehen, dass da lauter deutsche Mathematiker erwähnt wurden. Im Matheunterricht und in den Vorlesungen wurde mir das nie so bewusst. Klar gab es da jede Menge deutsche Gauss, Seidel, Hilbert, Hesse, Jacobi und wie sie alle heißen. Ich ging irgendwie davon aus, dass die Engländer dann halt andere Entdecker hatten. Dem war aber nicht so. Der einzige englische Mathematiker, der erwähnt wurde, ist Rayleigh. Überhaupt, wenn man sich auch mal über Kultur austauscht, stellt man fest, dass die anderen auch alle Goethe, Bach und Mozart kennen. Da merkt man dann auch, woher der Beititel "Das Volk der Dichter und Denker" kommt. Nächste Woche wird es wohl richtig schlimm: Parallel Algorithms. Der Dozent hat schon klargemacht, seid pünktlich da, es gibt viel zu tun. Wenn man sich das Assignment anschaut, kann ich auch verstehen, was los ist. Für 4 verschiedene Aufgaben soll ein Algorithmus entwickelt werden, den man dann parallelisieren soll, damit man den auf mehreren Rechnern gleichzeitig bearbeiten kann. Was so schockierend ist, ist die Aussage, dass pro Aufgabe "no more than 5000 words" verfasst werden sollen. Dass ich nicht auf 5k kommen werde, ist mir schon bewusst. Ich hatte aber nicht vor auch nur annähernd 4 * 5000 Wörter für Parallel Algorithms zu verfassen. Das sind ja immerhin schon 4/5 einer Masterarbeit :o Tuesday, 9. May 2006Wednesday, 3. May 2006
England vs. Deutschland - The Legends Geschrieben von Stefan Misch
in England um
23:59Kommentare (0) Trackbacks (0) England vs. Deutschland - The Legends
Hach, das war ein schönes Spiel
Am Anfang hatten wir das Gefühl, dass da mehr Deutsche auf dem Platz stehen als Fans da waren, aber am Ende haben wir doch noch insgesamt 3 Deutschlandfahnen entdeckt. Die angegebene Spieleraufstellung, war ... naja... nur eine grobe Richtung. Viele auf der Liste - z.B. Boris Becker - waren nicht da :-/ . Bei den Engländern konnte ich das leider nicht so mitverfolgen, da ich deren Spieler nicht kenne. England - Deutschland 2 : 4 - So was liest man immer gerne. Deutschland ging innerhalb von 15 Minuten 2:0 in Führung. Das lag zum Großteil aber auch daran, dass wir die fitteren Spieler gestellt haben. Für Deutschland spielten unter anderem Labbadia, Gaudinho, Freund, Heinrichs und Matthäus, waren auch die Spieler, die insgesamt, am meisten Akzente gesetzt haben. Das 2:0 war besonders lustig. Ich glaube Gaudinho hat einen Fernschuss total verzogen und der ging hooooooch, aber nicht weit. Alle dachten der wäre schon im Aus, aber Lohmeyer (Wer ist eigentlich Peter Lohmeyer? Der hatte schon das 1:0 reingestolpert) konnte den annehmen und nach innen passen und Gaudinho hat dann per Kopf versenkt. Die Stimmung im Stadion war ... angespannt ruhig. Als dann aber Herbert Grönemeyer eingewechselt wurde, ging es abwärts. Der ist ja ein wirklich dicker alter Mann geworden Der Halbzeitstand war dann auch 2:0. Da die Deutschen zuerst auf das Tor auf der anderen Seite gespielt haben, dachten wir nun sehen wir ein bisschen mehr, weil sie auf "unser Tor" spielen, doch weitgefehlt. Die Engländer haben aufgedreht - ich glaube die haben insgesamt, die Mannschaft 1,5 Mal ausgewechselt Am Ende kam dann doch wieder zu Gute, dass wir mit mehr aktiven - oder den noch nicht ganz so lange außer Dienst gestellten - Spielern angereist sind. Die Engländer konnten nicht mehr viel machen. Die Fans waren natürlich mächtig sauer, vor allem ein paar hinter uns haben uns ziemlich blöde angeschaut, als wir beim 3:2 aufgesprungen sind. Ein Glück haben die nicht verstanden, als ich gebrüllt habe "Felix, wir lieben Dich!". Wir haben keine Ahnung, wer Felix mit der #87 ist. Aber er war sehr sympathisch. Irgendein 16jähriger Junge oder so. Er hat vielversprechend gespielt. Aber die alten Herren haben ihn stellenweise ganz schön ranngenommen. Es ist echt erstaunlich, wie sehr sich Menschen beim Fußballspielen - und vor allem beim Fußballschauen - verändern. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so laut den Spielern zubrüllen würde. Fotos findet Ihr in meinem Fotoalbum Jetzt muss ich mich erstmal duschen. Ich habe heute doch tatsächlich Lothar Matthäus angefeuert. Friday, 28. April 2006
Klausuren an der University of Reading Geschrieben von Stefan Misch
in England um
22:26Kommentare (0) Trackbacks (0) Klausuren an der University of Reading
Wo es die ganzen Tage schon um Klausuren geht, möchte ich heute nochmal den Ablauf einer Klausur Revue passieren lassen, denn ich finde es schon interessant, wie gut das geplant ist.
Die Klausuren bestanden bisher immer aus 3 großen Aufgaben zu je 50 Punkten. 2 Aufgaben müssen gelöst werden, um die 100 Punkte Maximalpunktzahl zu erreichen. Man kann sich aber nicht aus allen die schönsten Teilaufgaben heraussuchen. Es würden dann nur die ersten beiden Aufgaben benotet. 10 Minuten vor Beginn der Klausur dürfen sich die Studenten die Aufgaben ansehen und gegebenenfalls Fragen stellen. Während dieser Zeit darf noch nicht geschrieben werden. Erst wenn die 10Minuten vorbei sind geht's los mit schreiben. Die Prüfer achten auch peinlich genau auf die Uhrzeit und sind in der Regel in einer 10 Sekunden Toleranz, wenn es darum geht die Studenten aufzufordern die Stifte bei Seite zu legen, wenn die Zeit (idR 90 Minuten) vorbei ist. Dann hat man noch 5 Minuten Zeit die Frontseite auszufüllen. Die Frontseite ist ein spezielles Blatt, wo Name, Datum, Kurs, welche Aufgaben gelöst wurden, usw. eingetragen werden. Der Name steht oben rechts und die Ecke wird dann umgeknickt, damit der Benoter den Namen nicht gleich sehen kann. Ob das was bringt, wage ich zu bezweifeln. Das Papier auf dem geantwortet wird, wird auch direkt von der Uni gesponsort. Man darf keine eigenen Blätter nehmen. Ich hoffe nur, dass wir bei den Mathematik-lastigen Klausuren kariertes Papier bekommen. Bisher gab es nur linierte. Das sind übrigens wie Hefte zusammengetackerte Blätter. Diese "answer books" und die Front cover haben oben links jeweils ein kleines Loch, wo sie mit einem Tag zusammen gehalten werden. Das ist eine sehr ulkige Konstruktion: Zwei kurze Metallstäbchen mit einem Bindfaden verbunden. Aber es hält. Friday, 28. April 2006Halbzeit
Die erste Hälfte England ist schon wieder rum - zumindest fast. Unglaublich, wie schnell die Zeit vorbeirasen kann. Heute hatten wir unsere letzte von 3 Klausuren aus den Core modules. Obwohl der "Network Computing" Stoff nicht sehr kompliziert ist, so ist er doch sehr umfangreich. Deshalb hatten wir mächtig Bammel vor der Klausur, aber letztlich waren wir sehr gut vorbereitet und die Fragen auch sehr angenehm gewählt worden
Ausnahmsweise begann die Klausur heute um 9Uhr statt 10Uhr. Denn ursprünglich sollte heute nachmittag noch eine Präsentation der Gruppenarbeit zum gleichen Fach gehalten werden. Wie das Leben aber so spielt, brach mal wieder Chaos aus und der Präsentationstermin wurde um 2 Wochen verschoben. Die Klausurzeit blieb aber bei 9 Uhr. Gestern haben wir noch gescherzt, dass einer bestimmt zu spät komen würde und das wir auch wissen wer und siehe da, Adnan kam natürlich erst zu 10Uhr. Er war sichtlich nervös, weil wir alle schon geschrieben haben. Dass er in einem feinen Anzug mit Schlips und Kragen - "dressed like a fool" meinte er dazu Die Klausuren sind vorbei, aber es steht noch ne Menge Arbeit an. Für Internet Software Environments muss ich noch ein Programm schreiben. Für Network Computing ein Collaboratory Web System (was auch immer das sein soll Diese Woche war es wirklich sehr interessant, denn Prof. Dr. James Anderson - ein wohl sehr bekannter Professor für Mathematik - der uns in ein paar Minuten, die realen Zahlen so umdefiniert hat, dass wir auf einmal durch Null teilen können. Ich könnte versuchen es festzuhalten, aber das würde glaube ich den Rahmen sprengen. Diese Mathematik dient nun dazu, die Perspex Maschine zu definieren. Sie arbeitet mit vierdimensionalen Matrizen und einer Operation und ist Touring komplett. Eigentlich sogar "super touring complete", denn sie hat bei Teilung durch 0 keine Exception. Alles in allem kann man damit so programmieren, dass selbst wenn 90% des Codes verloren geht noch ungefähr genau das gleiche rauskommt. Klingt unmöglich, soll aber wohl funktionieren. Am Ende des Seminars klang es ein bisschen zu gut um wahr zu sein, aber die Zeit wird zeigen, was daraus wird. Genaueres könnt Ihr auf seiner Webseite nachlesen: http://www.bookofparagon.com Nächste Woche habe ich keine Vorlesungen, aber dafür genug Zeit die Assingments fertig zu kriegen um dann danach mit Linearer Algebra in die Stream Modules zu starten. Für viel anderes blieb die Tage leider nicht soviel Zeit. Trotzdem habe ich mich zumindest daran gehalten, jede Woche mindestens einmal zum Karate-Training zu gehen ... und siehe da, mein Bauchansatz ist wieder weg Aber ich wurde auch gelobt. Lars - ein Däne - war hellauf begeistert, von der Art, wie ich die eine Kata gelaufen bin. Da mussten dann mal nur die Braun- und Schwarzgurte ran und die anderen durften zusehen. Lars ist zwar "nur" ein Orangegurt, aber ein bisschen stolz bin ich schon 0:-) Momentan bin ich aber ganz schön lädiert. Muskelkater von hunderten von Liegestütze und Rumpfbeugen, die dazu auf dem Parket noch Schürfwunden am Rücken hinterlassen haben. Außerdem habe ich meine Hand offen gehabt, als mich ausgerechnet der größte Hühne des Clubs mit einem Fußtritt angriff. Mein Mittelfinger ist gerade doppelt so dick, wie üblich. Aber die nächste Einheit ist erst nächsten Mittwoch. Das war's erstmal von hier, schöne Grüße nach Deutschland. |
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